Nachdem
das finanzielle Aus für Voxan endgültig vom Tisch ist, läuft die
Produktion der charmanten Straßenflitzer wieder planmäßig. Für
Nachschub ist demnach gesorgt, Liebhaber der Marke schauen einer rosigen Zukunft
entgegen. Im Hier und Jetzt erfreut uns insbesondere der umgebaute Café
Racer von Michael Stöcker. Der rennamitionierte Händler aus Fürth
spendierte dem exotischen Bike erst einmal eine schicke Lackierung. Weil schön
nicht automatisch schnell macht, erfuhren zudem die Ansaugkanäle des Zylinderkopfs
sorgfältige Überarbeitung. Durchdiese jagt aufgrund vergrößerter
Drosselklappen und optimiertem Frischluft-Kanal mehr zündfähiges Gemisch.
Voxan-Rennauspuff und passende Abstimmung der Zünd-/Einspritzanlage hauchen
dem charismatischen V2 insgesamt 107 PS ein. Diese entfaltet sich bei hoher Laufkultur
angenehm sanft und gleichmäßig. Die auf 218,5 Kilogramm abgespeckte
Fuhre eilt dadurch in 11,1 Sekunden von 0 auf 200 km/h und nimmt dem Serienbike
über eine Sekunde ab. Geändertes Luftpolster und andere Öl-Viskosität
machen aus der zu soft geratenen Original-Gabel einen zuverlässigen Partner.
Nach der Überarbeitung geht die Forke bei Bremsattacken nicht mehr auf Block
und spricht trotzdem sehr sensibel an. In Zusammenarbeit mit dem Wilbers-Federbein
liegt die Sport Connection-Voxansatt auf der Bahn, malträtiert den Fahrer
nicht mit Stößen. Dieser freut sich über das sehr gutmütige
Fahrverhalten der Französin. Kein Aufstellen beim Bremsen, kein plötzliches
Wegkippen in Kurven: Der Café Racer durcheilt die Radiensehr spurstabil
und homogen. Positives auch beim Ankern. Eine 19er-Brembo-Radial-Bremspumpe kommandiert
die mit Racingbelägen bestückten Serienzangen, welche nach kurzer Warmlauf-Phase
äuserst kräftig und gut dosierbar in die serienmäßigen Scheiben
beißen. | |